Berichte
Das Ende oder ein neuer Beginn???
Ein Bericht von Lydia Manicke
Noch immer liegen die Worte in meinem Mund parat: Darf ich sie einladen zu unserer Zeltwoche? Aber ich möchte von vorn beginnen. Unsere Gemeinde, die Oase, war seit Wochen und Monaten im Planen, Organisieren und Schaffen. Nach dem Gottesdienst kam immer irgendeiner auf mich zu und wollte etwas bequatschen. Nun ist die ganze Aufregung vorbei und was bleibt sind Erinnerungen, Erfahrungen und neue Freundschaften. Als ich am Sonntag das erste Mal das Team aus Amerika traf, wurde ich schon ein wenig auf das Kommende eingestimmt. Montag- und Dienstagabend wurde die ganze Zeit nochmals wie schon die ganzen Monate davor in Gottes Hände gelegt. Ebenso haben wir für die Menschen in Gorbitz gebeten. Mittwoch war es dann soweit. Das Zelt stand schon eine Nacht und die Technik war komplett aufgebaut, jetzt fehlten nur noch die Menschen. Tanz, Musik, Schauspiele und Zeugnisse stimmten uns auf den Abend ein. Pastor Rainer und Andreas sprachen in einer Doppelpredigt über die Frau, die Jesus am Brunnen begegnet. Abgerundet wurde der offizielle Teil mit dem Film „Good will hunting“. Zur selben Zeit fanden viele Gespräche vor dem Zelt statt. Auch am Donnerstag ging es munter weiter. Dieses Mal war ich das erste Mal mit den Amerikanern unterwegs, um Leute einzuladen. Während der Zeit hatten wir super Gespräche und konnten viele Leute einladen. Ebenso führten wir auf dem Amalie-Dietrich-Platz verschiedene Tänze, Schauspiele und Musikbeiträge auf, worauf viele Leute reagierten und sich einladen ließen. An dem Tag trafen wir das erste Mal eine junge Mutter mit ihren zwei Kindern und 2 junge Mädchen. Beide waren seitdem immer mit dabei. An dem Tag startete auch das erste Mal sein Kinderprogramm mit dem Stoffimobil und konnte damit viele Kinder erreichen. Auch am Abend wurden viele kreative Beiträge geleistet und die Predigt handelte diesmal von Zachäus, wie er doch reich war und trotzdem keine Freunde hatte. Dieser Abend wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Ich habe mich mit einem jungen Mann und einem Mädchen über 2 Stunden unterhalten. Sie waren enttäuscht von uns Christen und von Gott und ich merke, wie verletzend Menschen sein können. Aber ich war sicher, dass Gott in den beiden gewirkt hat und es noch weiter tun wird. Nach einer kurzen Nacht traf ich mich am Morgen mit dem Amerikanischen Team, um Gott zu loben und zu preisen für das was er bis dahin schon getan hatte. Der weitere Tagesverlauf bestand aus Einladen. Vor und nach dem Mittag sind wir jeweils wieder losgezogen, bis wir keine Einladungen mehr hatten. An dem Tag verlief es leider nicht so erfolgreich. Teilweise wurden wir mit heftigem Wortgefecht angegriffen und viele lehnten unsere Einladungen ab. Trotz dessen konnten wir auch an dem Tag wieder mit einigen Leuten ins Gespräch kommen. Am Abend drehte sich alles um Behindert sein und wie Andreas uns auch zu verstehen gab, dass jeder Mensch behindert ist oder wird. Dies wurde mit den kreativsten Mitteln dargestellt. Auch an dem Abend hat sich gezeigt, dass manche an Gottes Botschaft interessiert sind und waren zum wiederholtem Male zum Zelt gekommen. Am Samstag ging es schon früh mit dem Soccer-Cup los. Viele Jungs aus Gorbitz waren gekommen und bereit für den Pokal zu kämpfen. Auch unsere Jungs aus der Oase hatten ein Team zusammen mit den Amerikanern aufgestellt und den glorreichen vorletzten Platz erreicht (Nächstes Jahr zeigt ihr es ihnen!). Nach einer kurzen Mittagspause ging es am Nachmittag mit dem Familienfest weiter. Unter dem Thema „Zirkus“ fanden die verschiedensten Workshops statt an denen jeder teilnehmen konnten. Ich vergnügte mich neben dem Zelt indem ich alle bunt im Gesicht anmalte. Die letzte Abendveranstaltung war ebenfalls mit höchster Kreativität gestaltet und hatte für jedermann etwas zu bieten. Nicht zuletzt die Botschaft vom Verlorenen Sohn war hörenswert gewesen. Nach der Veranstaltung konnten Cocktails im Zelt geschlürft und genossen werden. Dabei ließ es sich gleich viel besser reden. Den runden Abschluss der Zeltwoche machte der Gottesdienst am Sonntag. Mit einer guten Portion Lobpreis und einen Einblick in die Zirkuswelt und einer Predigt von Rainer wurde die Zeltwoche beendet. Danach ging sofort der Abbau von Statten.
Unsere amerikanischen Freunde genossen Dresden und die Umgebung (eingeschlossen Berlin) bis Mitte der Woche. Am Mittwochabend gab es dann das große Good-Bye Barbecue in der Oase. Gott hat gewirkt, da bin ich mir hundertprozentig sicher. Ich bin gespannt, was diese Woche für Auswirkungen auf unsere Gemeinde hat. Ich fand auch das gute Miteinander unter uns Gemeindemitgliedern eine geniale Sache und wie jeder versucht hat sein bestes zu geben. Es war nicht nur einfach genial sondern auch genial einfach!